„Usbekistan ist ein junges Land – jährlich wächst die Bevölkerung um fast eine Million Kinder. Nur rund sechs Prozent der Menschen sind älter als 65“, erläutert Volker Falch, bbw gGmbH-Geschäftsführer bbw international. „Das macht ein zukunftsfähiges, praxisnahes Bildungssystem zur Priorität.“
Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Berufsbildung in Usbekistan grundlegend zu modernisieren: So soll der Unterricht künftig praxisnäher und handlungsorientierter gestaltet sowie junge Menschen gezielt auf die Anforderungen des nationalen und internationalen Arbeitsmarkts vorbereitet werden.

Dafür strebt die usbekische Regierung enge Kooperationen mit deutschen Institutionen wie dem bbw an, um den Reformprozess fachlich zu begleiten und nachhaltig zu verbessern.
Bereits im Juni dieses Jahres hatte bbw-Vorstandsvorsitzende Sandra Stenger im Rahmen des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft in Berlin den usbekischen Premierminister getroffen. Dieser bekräftigte das Ziel, die Berufsbildung nach deutschem Vorbild weiterzuentwickeln und Partnerschaften zu etablieren.
Zentrale Inhalte des nun geschlossenen Abkommens:

- Einführung dualer Ausbildungsstrukturen nach deutschem Modell
- Entsendung von Berufsbildungsexperten aus Deutschland
- Organisation von Fachdelegationen und Austauschprogrammen
- Unterstützung beim Aufbau leistungsfähiger Bildungsinstitutionen
- „Train-the-Trainer“-Schulungen
- Berufsorientierung und individuelle Beratung für junge Menschen
- Programme zur Fachkräfteanwerbung und -migration
„Usbekistan ist ein sehr dynamisches Land in Zentralasien. Ich bin nachhaltig beeindruckt von der wirklich konsequenten und zielgerichteten Vorgehensweise der usbekischen Regierung zur Modernisierung der Berufsbildung“, so Falch. „Wir als bbw können hier sicherlich einen wertvollen Beitrag leisten – und vielleicht werden wir zukünftig motivierte und gut ausgebildete usbekische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an bayerische Unternehmen als Fachkräfte oder Auszubildende vermitteln können."
