90 % der Absolventen von den Ausbildungsbetrieben übernommen

Projektstart

Region

Afrika

Durchführende Gesellschaft

Aufbau dualer Ausbildungsstrukturen in Tunesien

Aufbau dualer Ausbildungsstrukturen in Tunesien

Durch die Einführung dualer Ausbildungselemente in Tunesien erhöhen sich die Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt für tunesische Jugendliche deutlich. So wird die lokale Berufsausbildung langfristig zu einem Mittel gegen Jugendarbeitslosigkeit und Migration.

Seit Januar 2016 führt das bbw in Tunesien eine Berufsbildungspartnerschaft mit drei Berufsschulen und diversen Unternehmen durch. Das Projekt umfasst die Regionen Siliana und Sousse. Ziel ist es die lokale Berufsausbildung praxisnäher und Bedarfsorientierter zu gestalten. 

Stärkere Einbindung der Privatwirtschaft

Obwohl in Tunesien bereits seit Jahren eine Berufsausbildung mit Praxisanteil in Unternehmen durchgeführt wird, führt diese in vielen Fällen nicht zum Übergang in den Arbeitsmarkt. Bisher fand die betriebliche Ausbildung im Rahmen von kurzzeitigen Praktika statt, die eine langfristige Integration erschwert. Im Rahmen des Projekts überträgt das bbw daher Kernelemente der dualen Berufsausbildung nach Tunesien. Diese sind zum Beispiel die Erhöhung des Praxisanteils auf 50%, die Durchführung betrieblicher Ausbildung in zweimonatigen Blöcken sowie die Auswahl der Auszubildenden durch die Betriebe selbst. 

Inhaltliche und methodische Verbesserung der Berufsausbildung 

Im Rahmen des Projekts qualifizieren bbw Experten lokale Berufsschullehrer und betriebliche Ausbilder unter Anderem in handlungsorientierter Methodik und Didaktik. Zeitgleich unterstützt das bbw die Partner im Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen mit der Privatwirtschaft. Im Rahmen von Arbeitsgruppen begleiten wir die Anpassung von Ausbildungscurricula und fördern die inhaltliche Ausrichtung an wirtschaftliche Bedarfen. Zusätzlich organisiert das bbw technische Schulungen und Delegationsaufenthalte in Deutschland zur fachlichen Vertiefung der Kompetenzen und einer qualitativen Verbesserung der Berufsausbildung. 

Finanzierung: