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Asien

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Susanne Wolf

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Durchführende Gesellschaft

Förderung für Existenzgründer

Förderung für Existenzgründer

Fluchtursachen bekämpfen durch Förderung von Existenzgründern in libanesischen Flüchtlingslagern – die bayerische Wirtschaft ist dabei.

Im Libanon sind die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) mit ihrer Partnerorganisation Right to Play gemeinsam engagiert in Projekten zur Bekämpfung der Fluchtursachen.

Die direkte Zielgruppe der Projekte sind Personengruppen, die Existenzgründungsberatungen durchführen, aber nicht einer Regierungsorganisation angehören, wie zum Beispiel Unternehmerverbände, Genossenschaften sowie Beratungsbüros. Diese speziell ausgebildeten Personen, die ihrerseits Wissen an weitere Personen vermitteln, werden als Multiplikatoren in Workshops von deutschen bfz-Experten geschult. Anschließend werden sie als Trainer in Schulen und Organisationen ihr neu erworbenes Wissen weitergeben.

Mittelbar zielt das Projekt auf Flüchtlinge ab, unter anderem aus Syrien, sowie auf benachteiligte libanesische Interessenten, die ein eigenes Handwerks- oder Dienstleistungsunternehmen gründen wollen.

Fehlende Zukunftsperspektiven

Vielen jungen Menschen im Libanon, Einheimischen ebenso wie Flüchtlingen, mangelt es an Zukunftsperspektiven. Sie finden keine Arbeit, haben ihre Ausbildung abbrechen müssen oder konnten häufig gar keine beginnen. Viele von ihnen leben schon seit Jahren, sozial entwurzelt, in provisorischen Flüchtlingslagern oder unter schwierigen Wohnverhältnissen. Das Programm BEAT (Bavarian Entrepreneurship and Advanced Training) ermöglicht es dieser Zielgruppe, ein eigenes Unternehmen zu gründen und die notwendigen Fortbildungen für einen wirtschaftlich nachhaltigen Erfolg zu erhalten.

Ein „neuer“ Mittelstand entsteht

Das Projekt leistet einen konkreten Beitrag zur Beschäftigungssituation und somit zur Stabilisierung der aktuellen Situation im Libanon. Es werden Fachgruppen gegründet, die Kleinkreditfonds verwalten, Grundlagen für Genossenschaften sowie Unternehmerverbände gelegt und damit für einen künftigen Mittelstand, der seine Interessen gegenüber Politik und Behörden vertreten kann.

Indem hier die Fachkenntnis bayerischer Unternehmer einfließt, wird zum einen ein wichtiger fachlicher Beitrag geleistet, zum anderen eine Brücke für künftige außenwirtschaftliche Beziehungen zum Libanon und zu Syrien geschlagen; insbesondere in den Branchen, die für den Wiederaufbau der Infrastruktur wichtig sind.

Die drei Säulen des Projekts:

  • Ausbildung von lokalen Existenzgründungsberatern durch deutsche Experten. BEAT stellt drei ausgewählte Existenzgründer in den Zielregionen an, die vor Ort bei Partnern als Existenzgründungsberater arbeiten.
  • Bayerische Unternehmer bringen persönlich vor Ort ihre Fachkenntnis in Form von Beratungseinsätzen ein. Direkte Kontakte fördern Wirtschaftsbeziehungen zum Libanon und zu Syrien.
  • Beratung potenzieller Existenzgründer. Aus einem Mikrofonds werden geeignete Teilnehmer bei der Gründung ihres Unternehmens unterstützt.

Die Zielgruppen der Partnerorganisation Right to Play sind allgemein Jugendliche, denen auf spielerische Weise lebenswichtige Fähigkeiten und Werte vermittelt werden. Right to Play kann auf ein weitreichendes Netzwerk an Schulen, Sportvereinen, Nichtregierungsorganisationen und Verbänden vor Ort zurückgreifen.

Förderung: