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103 BERUFSCHULLEHRER AUS 9 AFRIKANISCHEN LÄNDERN ALS MULTIPLIKATOREN GESCHULT

Durchführende Gesellschaft

VET4Africa - Grüne Bürgerenergie

VET4Africa - Grüne Bürgerenergie

Deutsche Berufsschullehrer qualifizieren afrikanische Berufsschullehrkräfte in Wildpoldsried/Allgäu für eine Welt mit Zukunft.

Seit 2018 schult das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) gGmbH in Kooperation mit der Gemeinde Wildpoldsried afrikanische Berufsschullehrer zu Aufbau und Umgang mit erneuerbaren Energiesystemen.

Im Ökologischen Bildungszentrum in Wildpoldsried und im Don Bosco Solar Training Center, Ashaiman, Ghana, lernen die Lehrkräfte anhand eines modularen Schulungssystems (PV1) die Grundlagen der Elektro- und Energietechnik kennen und vernetzen dieses Wissen mit der Photovoltaik. Bestandteil des Lehrgangs ist der Bau eines PV-Schulungssystems in Kofferform, das die Teilnehmer am Ende des Kurses mit in ihr Heimatland nehmen, um damit eigene Schulungen durchzuführen. Während in PV 1 die elektro- und solartechnischen Grundlagen vermittelt werden, geht es in PV 2 um Projektierung und Aufbau realer Energieversorgungsanlagen bis zur Ebene einer Dorfstromversorgung.

Jeder Kursteilnehmer verpflichtet sich, pro Jahr mindestens 50 Auszubildende mit den gelernten Inhalten zu unterrichten. Zur Unterstützung stehen den Kursteilnehmern deutsche Berufsschullehrer als Mentoren zur Seite, die die afrikanischen Kollegen regelmäßig in ihren Ländern besuchen. Damit wird eine langfristige Beziehung aufgebaut und die nachhaltige Umsetzung des Gelernten sichergestellt.

Grüne Bürgerenergie für Afrika

60 % der Menschen in Afrika haben keinen Zugang zu Strom – 80 % davon leben auf dem Land. Das ist eines der Entwicklungshemmnisse für den schwarzen Kontinent. Der Marschall-Plan für Afrika, der von BMZ-Minister Dr. Gerd Müller ins Leben gerufen wurde, möchte unter anderem grüne Bürgerenergie für Afrika fördern. Gerade über kleine Netze - unabhängig von Stromtrassen und Großkraftwerken, selbst verwaltet und nachhaltig - könnten in den nächsten 10 Jahren 75 % der Energie in Afrika von Mini-Grids kommen*.

Theorie und Praxis verbinden

Grundlage des Trainings ist die Kombination aus Vermittlung von theoretischem Wissen und praktischer Arbeit, wobei besonderer Wert auf pädagogische Konzepte und Spaß an der Technik gelegt wird. Das erlernte Wissen ist also kein Selbstzweck, sondern wird stets in praktische Umsetzungsbeispiele integriert. So macht die Ausbildung nicht bei der Photovoltaik halt, sondern wird kombiniert mit Beispielen zur praktischen Anwendung wie z.B. Trinkwasserförderung oder auch Elektromobilität. Durch viele Messaufgaben vertiefen die Teilnehmer das Grundlagenwissen und trainieren die Fähigkeiten zur Fehlersuche und zur professionellen Qualitätskontrolle. 

Gefördert durch GIZ (Programm Grüne Bürgerenergie)/BMZ: Seit Juni 2018 bis April 2021

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Förderung:

GIZ (Programm Grüne Bürgerenergie)

BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung)

Partner:

(*)Aus der Rede des Bundesministers Dr. Gerd Müller anlässlich der Zertifikatsüberreichung in Wildpoldsried am 6.7.2018